Max-Brauer-Preis für Forschung im ÖPNV

29 Okt

Marcus Peter hat für seine Masterarbeit zum Thema „Die öffentliche Verkehrsanbindung von Wohnstandorten – Eine Erreichbarkeitsanalyse des Hamburger Wohnungsbauprogrammes“ den ersten Preis für Forschung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gewonnen. Der Preis wird von der Max-Brauer-Stiftung für Begabtenförderung vergeben und ist mit 5.000 EUR dotiert.

In seiner Arbeit untersucht Peter gegenwärtige und zukünftige Verkehrsanbindungen – sowohl mit dem Fahrrad als auch mit dem ÖPNV – von 181 geplanten Hamburger Wohnungsbauprojekten mit insgesamt über 35.000 Wohneinheiten, die beispielsweise in der HafenCity, dem Quartier „Mitte Altona“ und in Neugraben-Fischbek entstehen sollen. Peter kommt dabei zu dem Schluss, dass verkehrliche Aspekte bei Städtebauprojekten künftig umfassender einbezogen werden müssen. Das Verkehrssystem sei so zu gestalten, das grundlegende Mobilitätsbedürfnisse mit minimalen (Umwelt-)Kosten und mit dem geringstmöglichen Verkehrsaufkommen befriedigt würden. Ein Fazit der Masterarbeit lautet daher: „Menschen und Familien mit geringem finanziellen Budget sollten bevorzugt innenstadtnah wohnen, um die Reisezeiten mit Bus und Bahn möglichst gering zu halten und Kosten der Pkw-Mobilität zu vermeiden.“

Peter hat seine Masterarbeit im Rahmen des Studiengangs Logistik, Infrastruktur und Mobilität verfasst. Aktuell arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Verkehrsplanung und Logistik.

Der Max-Brauer-Preis wird seit 1999 alle zwei Jahre durch die Max-Brauer-Stiftung für Begabtenförderung, die 1961 von der Hamburger HOCHBAHN gegründet wurde, vergeben.